Interview mit DHA-Dozentin Simone Sörström

Interview mit DHA-Dozentin Simone Sörström
Hotelfachfrau, Betriebswirtin, Personalleiterin

Frau Sörström doziert seit vielen Jahren als Fachdozentin im Lehrgang Hotelbetriebswirt an der Deutschen Hotelakademie und erzählt uns in einem kurzen Interview, wieso gut ausgebildete Führungskräfte insbesondere für die Hotellerie immer wichtiger werden.

Frage:
Welche Aufgaben hat ein Hotelbetriebswirt im Hotel?

Simone Sörström:
Es gibt nicht DIE eine Aufgabe und das ist das Schöne an unserer Branche! Mit dem Abschluss zum Hotelbetriebswirt erwerben die Studenten fundiertes Fachwissen in vielen Bereichen, wie z.B. der allgemeinen und spezifischen BWL, dem Bereich Steuern & Recht sowie dem Personalwesen. Zusätzlich werden die Kenntnisse in den Abteilungen Rooms Division, F&B, Marketing & Vertrieb vertieft. Je aus welchen Bereichen die Studenten bereits Berufserfahrung mitbringen oder für welchen Bereich ihr Herz schlägt, sind alle Möglichkeiten offen – bis hin zur Leitung eines Hotels!

Frage:
Wie profitieren Hotels von gut ausgebildeten Hotelbetriebswirten in ihrer Führungsetage?

Simone Sörström:
Von gut ausgebildeten Führungskräften profitieren die Betriebe in vielerlei Hinsicht: Man weiß die Leitung der Abteilung in versierten Händen, die das operative Geschäft steuern. Dank der fachlichen Ausbildung können die Absolventen auch strategische Aspekte berücksichtigen und entsprechend zukunftsorientiert in Angriff nehmen. Das Studium vermittelt zusätzlich Führungs- und Kommunikationskompetenzen, die dazu beitragen, dass die Teilnehmer Mitarbeiter motivieren und diese so ihren Beitrag zu einer positiven Unternehmens- & Führungskultur im Hotel leisten können.

Frage:
Sie sind Dozentin im Lehrgang Hotelbetriebswirt an der DHA – welche Kompetenzen erwerben die Teilnehmer in der Weiterbildung und was macht das Lernsystem an der DHA so einzigartig?

Simone Sörström:

Da sind auf der einen Seite natürlich die zu erwerbenden fachlichen Kompetenzen aus den Bereichen BWL, Personal, Logis, F&B, Sales & Marketing. Die Teilnehmer können zudem ihre persönlichen Stärken und Kompetenzen ausbauen: Neugierde und Spass an der „Materie Hotellerie“, Disziplin, Networking und Zeitmanagement sind da nur einige. Ein Fernstudium verlangt schon einiges an Organisationstalent vom Studenten. Jedoch wird dies schon vor dem Abschluss mit einem großen Zugewinn an Know-how und einem wertvollen Netzwerk aus Führungskräften der Branche (auch international!) belohnt.

Das Lernsystem Flexuc@te lässt sich aus meiner Sicht mit drei Worten beschreiben: Flexibel, praxisnah und teilnehmerorientiert. Jeder Student kann sich sein Studium quasi maßschneidern. Studienbriefe, Webinare, Praxisphasen u.v.m. können immer an die verfügbare Zeit und das eigene Lerntempo angepasst werden. Dank einer umfassenden Mediathek kann jeder Student die Themen, die aktuell für ihn wichtig sind, individuell vertiefen. Die Dozenten sind alle „vom Fach“ und vermitteln das Wissen interessant und praxisorientiert.

Frage:
Welchen Stellenwert hat der Abschluss des Hotelbetriebswirts für die berufliche Entwicklung innerhalb der Hotellerie, welche Perspektiven bieten sich für Absolventen?

Simone Sörström:
Das vielschichtige Know-how für eine erfolgreiche Karriere mit Führungsverantwortung lässt sich nur schwer mit learning-by-doing im Betrieb erwerben. Hierfür ist eine qualifizierte Weiterbildung wichtig, die den Studenten das notwendige Handwerkszeug mitgibt. Umso schöner, wenn sich das berufsbegleitend arrangieren lässt. Nach dem DHA-Abschluss zum Hotelbetriebswirt warten auf die Studenten (je nach bisheriger Berufserfahrung) Positionen als Abteilungs- oder Bereichsleitung oder auch in der Betriebsleitung. Einige finden nach dem Studium auch den Weg in die Selbständigkeit.